Autoren-Seite von Sarina Kühne
Sarina Kühne
Sarina ist eine ehemalige Betroffene einer Zwangsstörung und setzt sich engagiert für die Aufklärung über Zwangserkrankungen ein. Unter anderem hat sie auf OCD Land einen Betroffenenbericht geschrieben und war zu Gast im Zwanglos-Podcast. Als Digital Marketing Manager erstellt Sarina für OCD Land informative und hilfreiche Artikel für unseren Experten-Blog, Instagram-Posts und YouTube-Videos. Sie ist außerdem Moderatorin im Community-Forum.
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Alle reden von Akzeptanz, aber was bedeutet das eigentlich - und vor allem: Was bedeutet Akzeptanz für die Überwindung einer Zwangsstörung? Soll man nun akzeptieren, dass es einem für immer schlecht geht? Soll man akzeptieren, dass die eigenen Befürchtungen wahr werden? Oder soll man akzeptieren, dass man seine Gedanken mag oder ihnen zustimmt? Vielleicht hast auch du eine dieser falschen Vorstellungen. In dieser Artikel-Reihe erklären wir dir auf Basis ausgewählter Experten-Literatur, was mit Akzeptanz wirklich gemeint ist und wie sie dir hilft, deine Zwangsstörung zu überwinden.

Hast du den unwiderstehlichen Drang, mehrfach zu kontrollieren, ob deine Türen und Fenster wirklich geschlossen und deine Elektrogeräte ausgeschaltet sind? Oder schaust du beim Autofahren ständig im Rückspiegel, ob du unwissentlich jemanden überfahren hast? Zweifelst du an deiner eigenen Wahrnehmung und befürchtest, aufgrund deiner Nachsichtigkeit eine schwerwiegende Katastrophe auszulösen? Falls das auf dich zutrifft, könntest du unter einem Kontrollzwang leiden. Mithilfe verhaltenstherapeutischer Verfahren gelten Zwangsstörungen heutzutage als sehr gut therapierbar.

Hast du große Angst davor, dass deinem neugeborenen Baby durch deine Unachtsamkeit oder Fehler etwas Schlimmes passieren könnte? Achtest du als Schwangere übermäßig darauf, dein ungeborenes Kind im Bauch vor jeglichem Schaden zu bewahren? Oder leidest du vielleicht unter unerwünschten Gedanken, deinem Baby etwas anzutun? Falls du dich als werdende Mutter oder frischgebackener Elternteil darin wiedererkennst und durch diese Gedanken und Ängste sehr belastet bist, könntest du unter einer Zwangserkrankung leiden. Mithilfe verhaltenstherapeutischer Verfahren sind Zwangserkrankungen heutzutage sehr gut therapierbar.

Lässt dich der Gedanke, dass dein Partner dir emotional oder sexuell untreu sein könnte, einfach nicht los? Phantasierst du ununterbrochen über vermeintliche Szenen aus vergangenen Beziehungen deines Partners und verspürst dabei ein unerträgliches Ohnmachtsgefühl? Hast du einen starken Drang, dich jederzeit der Treue und Exklusivität deines Partners vergewissern zu müssen? Falls du dich darin wiedererkennst, könntest du unter zwanghafter Eifersucht leiden. Mithilfe verhaltenstherapeutischer Verfahren kann diese Erkrankung heutzutage sehr gut behandelt werden.

Plagen dich ununterbrochen philosophische Fragen über die Existenz und den Sinn des Lebens? Versuchst du, dir diese Fragen durch stundenlanges Grübeln und Analysieren zu beantworten - drehst dich jedoch ständig nur im Kreis? Falls du dich darin wiedererkennst, könntest du unter existenziellen Zwangsgedanken leiden. Mithilfe von wissenschaftlich nachgewiesenen Strategien ist auch diese spezielle Form der Zwangsstörungen gut therapierbar.

Hast du große Angst davor, Stimmen zu hören oder Dinge zu sehen, die nicht real sind? Löst der Gedanke, dass du schizophren oder psychotisch sein oder werden könntest, starke Ängste und Verzweiflung in dir aus? Kontrollierst du dich ständig auf psychotische Symptome und recherchierst diese exzessiv im Internet oder in anderen Informationsquellen? Falls du dich darin wiedererkennst, könntest du unter Zwangsgedanken rund um das Thema Psychose und Schizophrenie leiden. Mithilfe verhaltenstherapeutischer Verfahren gelten Zwangsgedanken heutzutage als sehr gut therapierbar.

Hast du große Angst davor, eine unmoralische oder verbrecherische Tat begangen zu haben - dich aber nicht mehr daran erinnern zu können? Plagen dich Sorgen und Zweifel darüber, ob du bei einem vergangenen Ereignis etwas Schlimmes gemacht haben könntest, was du nun verdrängst? Verbringst du Stunden damit, vermeintliche Beweise für oder gegen deine Befürchtungen zu finden? Falls du dich darin wiedererkennst, könntest du unter Zwangsgedanken über falsche Erinnerungen leiden. Mithilfe verhaltenstherapeutischer Verfahren können solche Zwangsgedanken sehr gut behandelt werden.

Hast du den andauernden Drang, bestimmte Gegenstände oder Abläufe zu zählen? Befürchtest du, dass etwas Schlimmes passiert, wenn du nicht zählst? Hast du die Sorge, nie wieder mit dem Zählen aufhören zu können und dadurch ein unglückliches Leben zu führen? Sollte das auf dich zutreffen, könntest du unter einem Zählzwang leiden. Mithilfe verhaltenstherapeutischer Verfahren gelten Zählzwänge als sehr gut therapierbar.

Eine Zwangsstörung kann alle erdenklichen Formen annehmen: Genauso unterschiedlich die Menschen sind, sind auch die Zwänge, die sie betreffen. Dennoch sind bestimmte Themen, auf die sich der Zwang bezieht, besonders häufig anzutreffen. Und nicht selten leiden Betroffene sogar an mehreren dieser sogenannten Subtypen gleichzeitig. In diesem Artikel stellen wir dir die häufigsten Formen der Zwangserkrankung vor.

Fragst du dich, ob Zwangsgedanken wirklich nur Gedanken sind? Sollst du ihnen wirklich keine Bedeutung beimessen und sie einfach ignorieren? Und warum fällt es dir so schwer, deinem Therapeuten zu vertrauen, der dir versichert, dass von deinen Zwangsgedanken keine Gefahr ausgeht? Dieser Artikel geht genau diesen Fragen auf den Grund. Wir erklären dir, warum die Erkenntnis “Zwangsgedanken sind nur Gedanken” alleine nicht ausreicht, um Zwangsgedanken zu überwinden - und was stattdessen nötig ist.